#Wochentext 18: Frühlingsgefühle

Publiziert am 27. April 2026
Blühende Blumen vor schneebedecktem Bergmassiv

Am Wochenende habe ich mal wieder viel Gitarre gespielt. Auch eines meiner Lieblingslieder Es ist ein wunderschöner Text von Jürgen Werth. „Wie ein Fest nach langer Trauer, wie ein Feuer in der Nacht, ein offnes Tor in einer Mauer, für die Sonne aufgemacht. Wie ein Brief nach langem Schweigen, wie ein unverhoffter Gruß, wie ein Blatt an toten Zweigen, ein “Ich-mag-dich-trotzdem-Kuß.”[…] Wie der Frühling, wie der Morgen, wie ein Lied, wie ein Gedicht, wie das Leben, wie die Liebe, wie Gott selbst, das wahre Licht.ist Versöhnung, so ist Vergeben und Verzeihn,  so ist Versöhnung, so muß der wahre Frieden sein.“ Zu einer eingängigen und flotten Melodie hat Werth da Hoffnungsbilder gefunden, die sich einprägen. Auch bei den Konfirmanden. Und ich denke, wir alle haben die Sehnsucht nach einer solchen Hoffnung, die unaufhaltsam durchbricht und unser Leben zum Blühen bringt. Eine Hoffnung, die uns anstupst und beflügelt wie eine neue Liebe.Ich bin überzeugt, dass unser Glaube immer wieder so in Bewegung setzen, inspirieren und begeistern kann. Ohne gleich völlig abzuheben, aber immer wieder so, dass unser Blick verändert wird, wir unser Leben und die ganze Welt ganz neu und überraschend sehen und all die Möglichkeiten darin entdecken können. Von Ostern her entdecke ich immer wieder die Stärke unserer Hoffnung: Die Geschichte von Jesus Christus geht dem Dunklen und Schwierigen, dem Leid und dem Unrecht nicht aus dem Weg. Keine rosa Brille für unsere Welt. Kein Beschönigen. Aber durch all das hindurch singt Gott sein Lied der Liebe, setzt Hoffnung gegen die Resignation, Jesu Auferstehung gegen das Unrecht, Leben gegen den Tod. Auch darin viele Hoffnungsbilder, die mich beflügeln, die Lust auf Leben machen, mich ins Leben rufen, um selbst für Hoffnung einzustehen in dieser Welt. Diese Hoffnung zu entdecken,  ist fast so, wie sich zu verlieben. „Dieses Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst,  wie wenn man zuviel Brausestäbchen isst, dieses Kribbeln im Bauch vermisst du doch auch,  einfach überzusprudeln vor Glück.“ , sang Pe Werner 1991. Die Botschaft von der Auferstehung ist für unseren Glauben das große Frühlingsgefühl. Wir brauchen es immer wieder. „Für das Leben, für die Liebe, für Gott selbst, das wahre Licht.“, Wie es im eingangs zitierten Lied heißt.  In diesem Sinne wünsche ich euch, liebe Leser, einen schönen Frühlingstag und vielleicht sogar ein Lied auf den Lippen,

Euer Pfarrer Uwe Tatjes