Vielleicht hast du gelacht, als du den Strauss mit den Zähnen gesehen hast. Vielleicht auch nur geschmunzelt. Aber irgendetwas hat sich entspannt – und genau das ist der Punkt.
„Lachen ist gesund“, sagt der Volksmund. Die Medizin gibt ihm recht: Lachen schüttet Glückshormone aus, reduziert Stresshormone, senkt das Schmerzempfinden und stärkt die Abwehrkräfte. Eine Lachtrainerin – ja, auch so was gibt es – sagte einmal: „Lachen ist wie Duschen von innen.“ Es macht den Kopf frei, entkrampft, schenkt eine neue Perspektive. Oft lachen wir, weil uns eine witzige Bemerkung in einem unerwarteten Gedankensprung überrascht – die aufgebaute Spannung entlädt sich.
Lachen kann aber noch mehr. Es kann Ausdruck von Freiheit sein, Distanz schaffen, zeigen, dass man sich von Macht und Normen nicht einzwängen lässt. Und es verbindet: Gemeinsames Lachen ist eine der stärksten sozialen Bindungen, die wir kennen. Wahrscheinlich ist es eine der ältesten Kommunikationsformen des Menschen überhaupt.
In der Bibel ist Saras Lachen berühmt geworden. Versteckt hinter dem Zelteingang hört sie, wie Boten Gott ankündigen, dass sie in ihrem hohen Alter noch Mutter werden wird. Da lacht sie – ungläubig, halb spöttisch. Und doch: Das Kind kommt. Und er bekommt den Namen Isaak – auf Hebräisch „Jitzchak“, was „er lacht“ bedeutet. Gott baut Saras ungläubiges Lachen direkt in den Namen des Kindes ein. Eine diskrete göttliche Pointe, wenn man so will.
Wir haben es mit einem Gott zu tun, der dafür sorgt, dass wir am Ende alle etwas zu lachen haben.
Was hat dich zuletzt wirklich zum Lachen gebracht?